Fragen und Antworten

Wir erhalten immer wieder Fragen von Kunden, die andere Kunden auch interessieren könnten.
Wir erweitern diese Kategorie ständig. Es lohnt sich also, sich kurz die Zeit zu nehmen und unsere häufigsten Fragen und Antworten durchzulesen.

Wichtiges zu Balkonkraftwerken

1) Warum sollte ich mir eine Mini PV Anlage kaufen?

Weil eine Mini PV-Anlage einen Teil des von Ihnen benötigten Haushaltsstroms produzieren kann und die Gesamtausgaben für Strom dann erheblich senkt. Zusätzlich sind Sie sicher, dass genau dieser Anteil nicht umweltschädlich in einem Kohle- /Gas oder Atomkraftwerk produziert wird. Wir meinen: Die Stromversorgung sollte dezentral in Bürgerhand sein und nicht den Stromriesen überlassen werden.

2) Wie funktioniert die Mini PV Anlage / Balkonkraftwerk?

Das Alpha PV System ist eine kompakte Photovoltaikanlage. Sie besteht aus Solarmodulen sowie einem Modulwechselrichter zur Einspeisung in das eigene elektrische Hausnetz. Idealerweise wird der Modulwechselrichter außen direkt an der Unterkonstruktion des Solarmodules befestigt. Das Modul wird über Standardstecker mit dem Modulwechselrichter verbunden. Dann wird das 230V-Ausgangskabel des Wechselrichters mit einer beliebigen Haussteckdose verbunden. Fertig. Der Unterschied zu einer großen Photovoltaikanlagen wie man sie bislang kennt, besteht darin, dass der produzierte Strom nicht in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist wird und hierfür ggf. eine Vergütung erfolgt sondern direkt ins eigene elektrische Hausnetz gelangt und dort unmittelbar verbraucht wird. Dies reduziert sofort Stromkosten, da die selbst erzeugte und verbrauchte Strommenge nicht vom Stromversorger gekauft werden muss. Ihr Stromzähler läuft so langsamer oder bleibt möglicherweise auch ganz stehen solange Strom in der Mini PV Anlage produziert wird.

3) Wie viel Strom erzeugt meine Mini PV Anlage?

Bei einer 600 Wp Anlage/ 2 Module und 1000 Watt Einstrahlung mit exakt senkrechter und waagrechter Sonnen-Einstrahlung auf einem Prüfstand mit je 90° leistet die Anlage 600 W pro Stunde. Im Winter liegt die Stärke der Sonne meist weit darunter und ist nie bei 2-fach 90° Einstrahlwinkel. Erfahrungsgemäß wird an einem klaren Sonnentag 400-500 W / Stunde erreicht. Bei ca. 2000 üblichen Sonnenstunden in Deutschland wird die Anlage je nach Neigung über 500 KW Jahresleistung erbringen bei durchschnittlich 250 W Leistung pro Stunde, Das sind ca. 150 € pro Jahr, geht man von einem Strompreis in der Grundversorgung von 30 Cent pro KWh aus. Je höher der Strompreis steigt umso größer ist die Ersparnis. Nur ca. 5 Cent pro kWh kostet Sie der in der Mini PV Anlage produzierte Strom.

4) Wie viele Module sollte ich mir kaufen?

Um eine optimale Abdeckung Ihres Stromverbrauchs zu erreichen und nicht Strom zu produzieren, den Sie nicht verbrauchen, sollte die Anlagengröße auf den individuellen Stromverbrauch und auch auf Ihr jeweiliges Lastprofil abgestimmt werden. Aus nachfolgender Tabelle ersehen Sie Produktempfehlungen in Abhängigkeit Ihres jährlichen Stromverbrauchs. Der erzeugte Strom der Solaranlage kann dann weitgehend selbst verbraucht werden. Die angegebenen Empfehlungen sind Richtwerte, denn je mehr Standby-Verbraucher Sie in Betrieb haben und je mehr Strom Sie tagsüber, während die Sonne scheint verbrauchen, desto höher ist Ihr Einsparpotenzial durch eine Mini PV Anlage.
 
Stromverbrauch (Jahr) 2000
kWH
3000
kwH
4000
kwH
5000
kwH
 
Empfohlene Mini PV-Leistung 300-400Wp 400-600Wp 700-900Wp 900-1200Wp

5) Wie sehe ich, wie viel Strom meine Anlage erzeugt?

Dazu können Sie bei uns ein Energiekostenmessgerät für die Steckdose erwerben

6) Was ist, wenn kein Verbraucher läuft?

Normalerweise kommt dies nicht vor, da es in jedem Haushalt Geräte gibt, die durchgehend Strom verbrauchen (Standby Verbraucher). Wenn aber wirklich einmal kein Strom verbraucht wird oder weniger, als Ihre Mini PV Anlage erzeugt, können nach Abzug von Leitungsverlusten übrig bleibende geringe Strommengen ins Stromnetz der allgemeinen Versorgung gelangen. Dieser Umstand ist zu unserer Überzeugung aus Sicht des Netzbetreibers und mit Blick auf die Netzsicherheit nicht relevant. Sollte Ihr Lastprofil aber das Risiko einer Einspeisung von Strommengen in das Stromnetz der allgemeinen Versorgung nahelegen (keine oder wenig Verbrauch bei hoher Stromproduktion), achten Sie darauf, dass bei Ihnen ein Zähler mit Rücklaufsperre installiert ist, denn ein Stromzähler darf aus rechtlichen Gründen nicht rückwärts laufen. Mit unserem Energiemanager, können Sie allerdings auch den nicht im Haushalt benötigten Strom für Ihre Warmwassererwärmung, Klimaanlage, Elektroauto usw. umleiten und bis 100 % zu nutzen.

7) Wie erfolgt die Montage?

Die Mini PV Anlage kann sehr einfach von Ihnen montiert werden. Bei Bedarf erhalten Sie von uns spezielle Montagesets für Wand/Balkon, Dach oder Freiausstellung. Für die Montage ist kein Spezialwerkzeug erforderlich. Die Mini PV Anlage kann mit einem Schuko Stecker direkt in jede Steckdose eingesteckt werden.In Deutschland wird eine Wieland Steckdose von den geltenden VDE Normen gefordert. Die Verwendung einer solchen Einsteckdose stellt im Grunde aber eine doppelte Abscherung dar, da unsere Geräte bereits eine eigene elektrische Absicherung (NES Schutz) beinhalten. Wird das von einer VDE-Norm verfolgte Ziel auf andere Weise technisch bereits erreicht, gehen von uns befragte Fachleute davon aus, dass die Einhaltung der von der VDE Norm vorgeschriebene Absicherung nicht als „doppelte“ technische Voraussetzung verlangt werden darf.

8) Darf ich die Mini PV-Anlage an jeder normalen Schuko Steckdose anschließen?

Nach geltenden technischen Regelwerken (bspw. VDE Norm AR-N-4105, Nov.2018) wäre eine „Wieland Einspeisesteckdose“, zu verwenden. Geschätzt 200.000 dieser kleinen Anlagen laufen allerdings in Europa ohne diese Einspeisesteckdose. ohne dass Unglücksfälle bekannt geworden sind. Die von uns mit den Mini PV Modulen verwendeten und geprüften Wechselrichter erfüllen die Anforderungen aller für sie geltenden technischen Normen und Richtlinien. Allerdings sehen einige technische Regelwerke auch verschiedene Vorgaben für die Nutzung, den Anschluss und die elektrische Ausstattung von Modul und Anschluss vor, die durch weitere Bedingungen der Netzbetreiber verkompliziert werden. Nach diesen technischen Vorgaben für die Wechselrichter besteht kein Risiko einen „Schlag“ zu bekommen wenn man den Stecker der Mini PV Anlage aus der Steckdose zieht und berührt, weil die Anlage- (vergleichbar mit einem FI - Schutzschalter) in Millisekunden den Strom vom Wechselrichter abschaltet. Siehe auch obigen Punkt: „Wie erfolgt die Montage“. Netzbetreiber vertreten sehr unterschiedliche Positionen in diesem Zusammenhang. Während einige die Nutzung von Mini PV Anlagen dulden, erzeugen andere einen hohen bürokratischen Aufwand. Um eventuelle Diskussionen zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, unseren Wieland Stecker zu verwenden, den Sie unter Zubehör finden.

9) Wie lang darf das Verlängerungskabel vom Wechselrichter zur Steckdose sein?

Die Gesamtlänge des Kabels ins unerheblich, aber es darf nicht auf einer Kabeltrommel aufgewickelt sein. Falls Sie nur z.B. 10 m benötigen, darf es keine 50m Trommel sein. Dies kann zu ungewollten Hitzeentwicklungen im Bereich der Trommel führen.

10) Wenn die Steckdose in die die Mini PV Anlage einspeist auf Phase 1 liegt, wird dann der überschüssige erzeugte Strom auf Phase 2 und Phase 3 verteilt oder fließt der in Richtung allgemeines Stromnetz?

In der Regel sind die 3 Phasen saldierend d.h. Entnahme und Einspeisung der 3 Phasen gleichen sich aus. Egal ob auf den Phasen 1,2 und 3 Strom verbraucht wird, es entsteht eine Stromkostenreduzierung.

11) Kann ich die Mini PV Anlage während des Betriebs vom Hausnetz trennen?

Ja, das ist problemlos möglich. Die Mini PV Anlage kann jederzeit gefahrlos vom Hausnetz getrennt oder an dieses angeschlossen werden.

12) Wenn man weitere Module für mehr Leistung ergänzen will, was ist dann zu tun?

Sie können immer nachkaufen (Modul + Micro Wechselrichter). Es besteht selbstverständlich die Möglichkeit einzelne Pakete mit Wechselrichter zu erwerben und zusammen zu betreiben. Sie können die Anlage selbstverständlich auf 10, 20 oder mehr Module ausbauen und in das allgemeine Stromnetz einspeisen oder eine Batterie anschließen. Dazu sollten Sie aber einen Elektrofachmann für den Anschluss beauftragen, denn je nach Verwendungszweck bestehen möglicherweise auch gesetzliche Anforderungen, die einzuhalten sind (bspw. bei der geplanten Einspeisung in das allgemeine Stromnetz).

13) Kann ich mehrere Micro Wechselrichter in einer Verteilersteckdose zusammenführen?

Es ist am sichersten jeden einzelnen Wechselrichter in einer separaten Steckdose zu betreiben. Die VDE Norm gibt max. 600 W, als Höchstgrenzte pro Haushalt / Stromzähler vor. Es gibt viele Haushalte die z.B. 3 Micro Wechselrichter auf je einer der 3 Phasen betreiben (ca. 200.000 Geräte, die auch vor Einführung der VDE Norm von Nov.2018 sicher und problemlos funktionieren). Kommentar: bei einem Elektroheizgerät mit 2-3000 Watt gibt es i.d.R. auch keine Schäden da die üblichen Gebäudeleitungen diese Strommenge problemlos befördern können. Wenn Sie unsicher sind, welche technische Ausstattung Ihr Hausnetz aufweist, sollten Sie sich fachmännisch beraten lassen.

14) Wie montiere ich einen mitgelieferten Schukostecker?

Das folgende Video veranschaulicht einfach und bildhaft, wie Sie einen Schukostecker schnell selbst montieren können. Video: Schukostecker anbringen

 

15) Musste oder sollte ich Hausbesitzer sein um eine Mini PV Anlage zu betreiben?

Die Sonne als Energiequelle zu nutzen, ist für viele Hausbesitzer schon längst selbstverständlich. Solarstromanlage zieren viele Dächer. Seit 2018 haben auch Mieter von Wohnungen die Möglichkeit, Mini PV Anlage auf dem Balkon anzubringen. Der große Vorteil der Geräte ist ihr unkomplizierter Aufbau und der geringe Platzbedarf. Zieht man um, kann man sie mitnehmen.  

16) Mini PV Anlage für die Mietwohnung

Die Technik von Mini PV Anlagen ist die gleiche wie bei den großen Dach-Anlagen: In beiden Fällen produzieren Solarmodule aus Sonnenenergie Strom. "Im Solarmodul wird die Sonnenenergie in Gleichstrom umgewandelt", Der Gleichstrom wird im Wechselrichter wiederum in Wechselstrom umgewandelt, der in das Wohnungs- oder Hausnetz eingespeist wird. Elektrogeräte benutzen dann vorrangig Sonnenstrom und erst wenn dieser nicht zur Verfügung steht, greifen sie auf das allgemeine Stromnetz zurück. "Während die Module auf dem Dach mehrere Tausend Kilowattstunden erzeugen, sind es bei den Solargeräten auf dem Balkon nur wenige hundert Kilowattstunden“.

17) Unterschied zu Solaranlagen auf Dächern

"Klassische Solaranlagen auf Dächern fangen bei etwa 10 bis 15 Modulen an, häufig sind es mehr". Eine typische Mini PV Anlage für den Balkon besteht aus ein bis zwei Modulen. Die kleinsten Vertreter leisten circa 150 Watt, die größeren rund 600 Watt. Damit lassen sich über 570 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. Dies entspricht knapp 20 Prozent des Stromverbrauchs des deutschen Durchschnittshaushalts. Die Anlagen von Alpha Solar sind wie ein Baukasten beliebig erweiterbar.

18) Mini PV Anlage anmelden?

Sollten Sie sich entschließen Ihren Netzbetreiber/ vor der Nutzung einer Mini PV Anlage zu konsultieren, kann es manchmal zu unqualifizierten oder rechtlich fragwürdigen Aussagen kommen. Bitte informieren Sie uns, meist haben wir die richtigen Lösungen für Sie. In Branchenkreisen wird hinter vorgehaltenen Hand davon ausgegangen, dass 80 % der Anlage nicht anmelden.

19) Verschattung und Wirkungsgrad?

Wenn auch nur 1 Modul einer großen Solaranlage verschattet wird sinkt die Leistung der gesamten Modulreihe drastisch ab. (Um das zu vermeiden wird bei größeren PV-Anlagen zusätzlich zum Zentralwechselrichter häufig ein sogenannter „ Optimizer“ hinter jeden Modul verwendet was die Wechselrichterkosten oft verdoppelt) Der bessere Weg ist bei allen Anlagen mit teilweisem Schatten in diesem Fall jeweils 2-4 Module auf einen Microwechselrichter zu verschalten. Sollte ein Modul verschattet sein wird nur die Leistung von einem Modul reduziert. Die weiteren Module liefern die volle Leistung. Jedes Modul wird einzeln angeschlossen und vom Microwechselrichter optimal gesteuert.

Beispielprodukt mit Video: Hoymiles MI-600

20) Wie nehme ich Enver Bridge ( Modulüberwachung ) in Betrieb falls die Software nicht funktioniert?

• Per SET ID Tool den/die EVT zur EVB hinzufügen (zuvor den ID Empfang am EVB aktivieren)
• Download des SetID Tools findet man hier
• EVB per Seriennummer (900XXXXX) im Portal hinzufügen (Devicemanager)
• Seriennummer = letzten 8 Stellen der SN, ohne CN ... z.B. 111XXXXX
• Dann sollte unter Status "Waiting for sending" stehen
• AM EVB Menü "Restart System" wählen
• Nach dem Neustart unterhalten sich die Geräte mit dem Portal

21) Was bedeuten die roten und grünen LED‘s des Envertech EVT 300 / 560

Bedeutung und Funktion der LED auf dem Gerät:
rot dauernd leuchten Fehler im System
rot blinkend Warten auf Synchronisation mit Netzstrom
rot grün blinkend Anfang Stromproduktion
Die grüne LED blinkt dann Pause = Stromproduktion
Die Blinkimpulse+ Pause als Summe haben eine Länge von ca. 10 Sekunden.
grünes Blinken zu Pause im Verhältnis:
2:8 trübes Wetter
5:5 mittlere Einstrahlung
8:2 Sonnenschein 50- 80 % der Modulleistung
Mit steigenden Grünen Anteil wird die Stromleistung höher.

22) Ist die individuelle Stromerzeugung mit einem steckbaren Solargerät legal?

Ja. Die Nutzung der Sonne ist ein unveräußerliches demokratisches Menschenrecht. Dies leitet sich aus den Grundrechten des Grundgesetzes ab. Kauf und Betrieb eines steckbaren Solargerätes ist legal. Es müssen allerdings technische Regeln eingehalten werden.

23) Handelt es sich bei einem steckbaren Solargerät um eine EEG-Anlage?

Nein, jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinn. Wenn Sie keine Vergütung für möglicherweise in das allgemeine Stromnetz gelangende Strommengen in Anspruch nehmen wollen, sind die Regeln des EEG unbeachtlich. Zwar könnte man auch eine Mini PV Anlage als EEG-Anlage „anmelden“, da aber gerade keine Einspeisung in das Stromnetz mit einer solchen Anlage verfolgt wird, führte dies die Idee der unbürokratischen Eigenerzeugung wieder ad absurdum.

24) Müssen steckbare Solargeräte bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) angemeldet werden?

Nach unserer Auffassung ist dies nicht der Fall, da Mini PV Anlagen einerseits nicht als ortsfeste Erzeugungsanlagen gelten können und andererseits eben gerade keine typische EEG-Anlage vorliegt. Endgültig geklärt scheint diese Frage nicht, uns sind allerdings keine Fälle bekannt, in denen Betreibern von Mini PV Anlagen aufgefordert wurden, Meldungen an das Marktstammdatenregister abzugeben.. Wir gehen sogar davon aus, dass eine solche Meldung von der BNetzA gar nicht gewünscht ist, da die Vielzahl der Meldungen den Sinn des Registers konterkarieren könnte.

25) Müssen steckbare Solargeräte beim Netzbetreiber angemeldet werden?

Da nach der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) eigentlich alle Erzeugungseinheiten einer Anmeldepflicht unterliegen wäre dies im Grundsatz zu bejahen. Da die Netzbetreiber im Fall der steckbaren Solargeräte keine einheitliche Meinung vertreten und sich derzeit weigern, ein geeignetes Meldeverfahren in die technische Regel VDE-AR-N-4105 aufzunehmen, existiert keine allgemeingültige Vorgabe. Besitzer eines steckbaren Solargerätes können ihren Netzbetreiber formlos in Kenntnis setzen (mit Standort der Erzeugungseinrichtung und der technischen Daten) und einen ggf. längeren Prozess mit dem Netzbetreiber durchlaufen oder abwarten, ob sich dieser selbständig meldet.

26) Welcher Stromzähler ist für den Betrieb eines steckbaren Solargerätes erforderlich?

Grundsätzlich gibt es Zähler mit und ohne Rücklaufsperre sowie Zwei-Richtungszähler. Bei Zählern ohne Rücklaufsperre sollte darauf geachtet werden, dass die Netzrückspeisung geringer als 4% des Jahresstrombezugs ausfällt. In der Regel verlangen die Netzbetreiber erst ab einer Leistung von 300 Wp den Einbau eines Zählers mit Rücklaufsperre. Bei Zählern mit Rücklaufsperre ist der Betrieb bis 800 Watt und bei Zwei-Richtungszählern bis 4.600 Watt möglich. Achtung: Für Leistungen über 600 W sollte ein Elektriker ihre Elektroinstallation überprüfen. Verfolgen Sie keine messbare Einspeisung in das allgemeine Stromnetz, da Sie keine Vergütung für eingespeisten Strom in Anspruch nehmen wollen, besteht aus unserer Sicht kein Erfordernis für den Einbau eines Zwei-Richtungszählers.

27) Woran erkenne ich, ob mein Zähler eine Rücklaufsperre hat?

Rund 80% der sogenannten Ferraris-Zähler haben keine Rücklaufsperre. Moderne Zähler mit Rücklaufsperre haben ein zahnrad-artiges Symbol.

28) Wo und wie erhalte ich einen Zähler mit Rücklaufsperre?

Von ihrem Netzbetreiber, der in der Regel auch Messstellenbetreiber ist. Es liegt im Ermessen des Netzbetreibers einen Zähler mit Rücklaufsperre einzubauen. Wenn Sie sicher sind, dass Ihre Netzeinspeisung geringer als 4% des Jahresstrombezugs ausfällt, können Sie eine ggf. gestellte Kostenforderung für die Umrüstung des Zählers zurückweisen. Die Beweislast liegt beim Netzbetreiber. Laufende Kosten für einen Zähler mit Rücklaufsperre fallen nicht an. Will der Netzbetreiber ihnen einen teuren Zwei-Richtungs-Zähler aufzwingen und droht ihnen mit Netztrennung, dann wechseln Sie einfach den Messstellenbetreiber und werden Kunde eines wettbewerblichen, vom Netzbetreiber unabhängigen Anbieter. Denn erst bei Solar-Geräten über 1.000 Watt schreibt der deutsche Gesetzgeber einen Zwei-Richtungszähler vor. Zudem werden Solar-Geräte unter 800 Watt vom Networkcode der EU als nicht signifikant angesehen.

29) Muss der Anschluss durch einen Elektro-Installateur erfolgen?

Nein. Der Anschluss im sog. Endstromkreis ist ausdrücklich durch den Laien vorgesehen. Dies ist in der DIN VDE 0100-551-1:2016-09 abgesichert.

30) Muss die vorhandene Elektroanlage von einem Elektro-Installateur überprüft werden?

Nein. Wenn übliche Sicherungen vorhanden sind, können in Deutschland pro Haushalt maximal 2,6 Ampere (600 Watt, meist zwei Module mit ca. 3 qm Fläche) angeschlossen werden. In Haushalten mit Schraubsicherungen kann die nächst kleinere Schraubsicherung eingebaut werden. Sollen mehr zwei ein Module angeschlossen werden, muss jedes Solargerät separat in eine festinstallierte Steckdose angeschlossen werden. Hier empfiehlt es sich, einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

31) Können steckbare Solargeräte Brände verursachen?

Nein, wenn nicht mehr als 600 Watt (ca. 3 qm Modulfläche) an einem Hausanschluss betrieben werden, reicht die Energie nicht aus, um eine normgerechte Elektroinstallation zu überlasten. Darauf basieren auch die Bagatellregelungen in unseren Nachbarländern: In Österreich (600 W), in der Schweiz (600 W/2,6 A) und in Portugal.

32) Ist eine Sondersteckdose für den Anschluss meines Solargerätes erforderlich?

Nein. Wenn eine Schuko-Steckdose vorhanden ist und die technische Gestaltung des verwendeten Gerätes die geltenden Sicherheitsstandards gewährleistet, ist die Nutzung zulässig.

33) Kann man einen elektrischen Schlag am Schukostecker eines Solargerätes bekommen?

Nein. Wenn das steckbare Solar-Gerät dem DGS-Standard entspricht und an einer vorhandenen Wandsteckdose angeschlossen wird, besteht nach 0,2 Sekunden nach dem Ziehen des Steckers kein Risiko eines elektrischen Schlags. (Bei anderen Haushaltsgeräten darf die Spannung sogar bis zu 1 Sekunde anliegen).

34) Wohin fließt der Strom aus meinem Solargerät?

Haushaltsgeräte in Ihrem Stromkreis (z.B. der Küche) benutzen immer zuerst den Strom des Solargerätes und ergänzen dann mit Netzstrom. Dies basiert auf einem physikalischen Prinzip: Vereinfacht beschrieben „drückt“ das Netz so viel Strom in die Wohnung wie von den Haushaltsgeräten abgenommen wird. Ist schon Strom aus lokalen Quellen vorhanden kann das Netz einfach weniger an Sie verkaufen.

35) Was passiert, wenn mein Solargerät mehr Strom produziert als ich mit meinen eigenen Verbrauchern benötige?

Der Solarstrom fließt dann innerhalb des Hauses zu anderen Verbrauchern oder über den Haushaltsanschluss ins öffentliche Stromnetz.

36) Ist es erlaubt, Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen ohne ihn zu messen?

Ja, Stromerzeugungseinrichtungen unter 800 Watt sind nach EU Netzkodex 2016/631 und gemäß dem deutschen Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende nicht signifikant. Ihre Stromerzeugung könnte abergemessen werden, wenn bspw.EEG-Einspeisevergütung bezogen werden soll.

37) Kann ich ein steckbares Solargerät überall verwenden?

Theoretisch ja, vorausgesetzt am Montageort ist genügend Sonneneinstrahlung vorhanden. Beim Kauf ist aber darauf zu achten, dass die Montageteile zum Montageort passen. Die Aufhängung an einer Balkonbrüstung unterscheidet sich von der Aufstellung auf einer Fläche. Dementsprechend muss jede Befestigung den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Das betrifft insbesondere die Verbindungsstellen von Modul zu Montagesystem sowie zur Balkonbrüstung sowie dem Montagesystem selbst. Die Herstellervorgaben zur Befestigung müssen eingehalten werden. An anderen Montageorten, etwa auf Garagendächern, sind die entsprechenden Bauregeln und Baunormen einzuhalten.

38) Muss der Vermieter zustimmen, wenn ich als Mieter ein Balkon-Modul anbringen möchte?

Wenn im Mietvertrag das Anbringen von Dingen am Balkongeländer nicht explizit verboten ist, besteht dafür formal keine Notwendigkeit. Es ist aber empfehlenswert, sich mit dem Vermieter ins Benehmen zu setzen. Im Konfliktfall sollte man herausfinden, ob dieser aufgrund des „Eigentümerprivilegs“ oder wegen technischer Bedenken entsteht. Bisher gibt es auch zu optischen Gesichtspunkten - soweit ersichtlich – keine einschlägige Rechtsprechung bezogen auf Mini PV Anlagen.

39) Kann ich meinen Versicherungsschutz durch ein steckbares Solargerät verlieren?

Nein. Dazu müsste ein Gutachter feststellen, dass der Schaden ohne steckbares Solargerät nicht aufgetreten wäre. Bei steckbaren Solargeräten nach dem DGS-Standard und Befolgen der Herstellervorgaben ist dieses Risiko technisch ausgeschlossen.

Solarthermie

Wie erhalte ich ein Angebot für eine Solaranlage oder Pelletheizung?

Nutzen Sie dafür bitte unsere Angebotsanfrage unter "Angebot anfordern"

Welchen Ertrag bringen unsere Kollektoren?

Der Ertrag pro Kollektor ist bei jedem Kunden unterschiedlich, da dieser z.B. von der Dachneigung, Südausrichtung, Verschattung, Standort uvm. abhängig ist. Die 300 kWh/(m² a) für die BAFA Förderung werden mit unseren Kollektoren unter normalen Bedingungen sehr gut erreicht werden.
Gerne berechnen wir Ihnen in Abhängigkeit Ihrer Gebäudesituation, wieviel Öl / Gas / Pellets usw. Sie tatsächlich einsparen werden.  Für jeden BAFA förderfähigen Kollektor wird ein Solar Key Mark erstellt. Mit diesem kann die Leistung von Solarkollektoren verglichen werden (50K Wert)

Welche Größe sollte meine Solaranlage haben?

Auch hier ist keine pauschale Aussage möglich. Für reine Trinkwasseranlagen reichen in der Regel 4-6 qm Solar aus.
Für eine kombinierte Anlage zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstüzung empfehlen wir mind. 10 qm (Voraussetzung BAFA).
Sinnvoller sind oft größere Anlagen mit 20 qm und mehr. Wir berechnen Ihnen gerne die für Sie optimale Fläche.

Welche Leistung soll mein neuer Pelletkessel, Holzvergaser haben?

Bei einem Bestandsbau kann die Leistung der alten Heizung als Anhaltspunkt verwendet werden. Wenn diese nur selten auf Maximalstufe gelaufen ist reicht oft auch ein kleinerer Kessel aus.

Wie groß soll der Speicher sein?

Die sinnvolle Speichergröße ist abhängig von den Wärmeerzeugern.
Ein Holzvergaser benötigt z.B. immer ein möglichst großes Puffervolumen. Die Mindestgröße für die BAFA Förderung beträgt 55 L / KW. Ein 25 KW Holzvergaser benötigt also minimum 1375 L Puffervolumen damit Sie eine Förderung erhalten.
Ähnliches gilt für eine Solaranlage. Für Flachkollektoren benötigen Sie mind. 40 L / qm und für Röhrenkollektoren mind 50 L / qm (Stand 01.07.17)
Zu groß sollte der Pufferspeicher jedoch nicht ausgelegt werden, da dieser entsprechend Wärmeverluste erzeugt. Es ist nicht ratsam an einen 10 qm Solaranlage einen 1000 L Pufferspeicher zu montieren
Pufferspeicher und Solaranlage müssen zusammenpassen. Tipps zur Größe erhalten Sie natürlich von unseren Spezialisten

Welcher Speichertyp ist sinnvoll?

Bei einer Heizungsmodernisierung für 1 und 2 Familienhäusern ist es oft sinnvoll einen Hygienespeicher zu verwenden, da hier Heizung und Warmwasser gleichermaßen mit Wärme versorgt werden kann. Der Hygienespeicher wird von verschiedenen Wärmeerzeugern mit Wärme versorgt wie z.B. einer Pelletheizung und wenn der Hygienespeicher mit Wärmetauschern ausgestattet ist auch mit einer Solaranlage.
Vermeiden Sie bitte Ihren alten Warmwasserspeicher weiterhin zu nutzen, da dieser in der Regel ein Energieverschwender ist. (verkalkte Wärmetauscher, ständig auf 60°C halten wegen Legionellen).

Übernehmen wir auch die Installation / Inbetriebnahme / Wartung der Anlage?

Im Umkreis von München und Landshut (ca. 50 km) und die Strecke entlang der A9 und A93 ist dies prinzipiell möglich. In der Hauptsaison beötigen wir mind. 1 Monat Vorlaufzeit. Bitte beachten Sie, dass unserer Preise mit Handwerksleistungen deutlich ausfallen werde als die hier angegeben Onlinepreise, da wir für Sie die komplette Planung, Beratung, BAFA Anträge, Nacharbeiten usw erledigen.
Als Alternative vermitteln wir Ihren Auftrag gerne auch an einen Montagepartner weiter, welcher dann die bei uns gekauften Komponenten fachmänisch bei Ihnen installiert.

Wärmepumpe

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Sie interessieren sich für eine Wärmepumpe, hier erfahren Sie alles über Funktion, Einsatzmöglichkeiten, staatliche Förderung, und was bei Neubau oder Heizungstausch zu beachten ist.